Ferien in Galizien

In Santiago, auf dem Hinweg
Seit etwa einer Woche sind wir aus unseren Ferien in Galizien zurück. Wir waren zwei Wochen in Camariñas, einem Fischerdorf ca. 80 km nordwestlich von Santiago de Compostela, an der Ría de Camariñas (Ría nennen die Galizier das, wozu die Norweger Fjord sagen) an der Atlantikküste gelegen. Da haben wir hauptsächlich nichts gemacht, zumindest soviel wie möglich. Morgens meist Spaziergänge und manchmal Einkäufe, und nach einer ausgiebigen Siesta waren wir dann nachmittags am Strand, den wir praktisch direkt vor der Haustür hatten.

Cabo Villano
Einmal haben wir uns die Wanderkante gegeben und sind zum Cabo Villano gewandert. Sehr schöner Weg, meist an der Küste entlang, mit Zwischenstop an der Kapelle der Virxe do Monte – der Jungfrau vom Berg. Bei der nebenan übrigens ein kleines Fussballstadion liegt. Wer da spielt und vor allem wie die da hinkommen, blieb uns schleierhaft. Der Weg war leider nix für unsern Kinderwagen, also mussten wir Marta die ganze Strecke im Tragetuch tragen (und sie wiegt ja nun schon zehn Kilo). Dementsprechend fühlten wir uns sportlich befriedigt, als wir es nach sechs Stunden wieder nach hause geschafft hatten.

Haus in Muxía
Mit Jochen und Sebastian, die auf ihrer Urlaubstour vorbeigeschneit kamen, haben wir dann noch einen Ausflug nach Muxía gewagt. Da hatte am Tag vorher ein grosses Volksfest stattgefunden und die ganze Stadt war mit Müll überschwemmt. Trotzdem ganz schön. Einen Abend hat Jochen Flusskrebse gemacht. Überhaupt stand der Urlaub ganz im Zeichen von Krustentieren, Tintenfischen, Muscheln und Fischen. Totaler Eiweissschock.

Verbrannter Wald bei Camariñas
Die Wälder wiesen noch deutliche Brandspuren vom Sommer auf.

An der Praia Lingude
Ich habe gerade nochmal das “Marta-Update” vom Juni gelesen. Das ist ja schon drei Monate her. Also völlig überholt. Sie hat jetzt acht Zähne, dreht sich nicht nur vom Rücken auf den Bauch und zurück, sondern krabbelt wie eine Weltmeisterin, klettert über ihre Eltern (also uns) und zieht sich überall hoch. Sie sagt Mama, Papa und Nein, es ist aber nicht immer ganz klar, was gemeint ist. Wenn sie einen Hund sieht oder bellen hört, sagt sie “wu, wu, wu”. Und sie zeigt die ganze Zeit auf Dinge. Auch da sind wir nicht immer sicher, was sie eigentlich meint. Schaukeln, Wippen und Musik findet sie toll. Und Telefone. Wie man auf dem Foto sieht, hat sie nun auch schonmal im Atlantik gesessen.