Falscher Alarm
Gestern abend um elf ging’s los mit den Wehen. Zunächst mal so peu à peu (bzw. poc a poc, wie der Katalane sagt), dann aber immer deutlicher und schliesslich ziemlich regelmäßig. Wir waren die ganze Nacht auf den Beinen (na gut, also ich hab noch ein, zwei Stündchen Schlaf dazwischenschieben können …) und liefen dann so gegen vier los.
Erstmal zu Fuss zur Plaça Espanya und von da weiter mit einem Taxi. Dann standen wir erstmal vor dem Krankenhaus und haben Wehen gezählt. Irgendwann wurde es etwas kühl, und die Wehen kamen auch regelmäßig und in kurzen Abständen, also sind wir rein und haben uns zum Gebären angemeldet.
Drinnen wurde Katja in die Notfallabteilung bugsiert – und ich draussen stehen gelassen. Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet. Da stand ich dann filmreif wie ein nervöser werdender Vater, lief auf und ab und war gleichzeitig immer kurz davor, einzuschlafen. Nach einer halben Stunde kam sie wieder heraus und sagte, man habe uns nach hause geschickt, weil es wohl noch nicht soweit sei.
Da sind wir also wieder nach hause, im frühmorgendlichen Berufsverkehr mit der Metro. So gegen sieben Uhr ist das noch erträglich, aber wir waren trotzdem heilfroh, als wir uns endlich etwas hinhauen konnten. Um viertel nach zehn hatten wir nämlich schon wieder einen Termin im Krankenhaus, zur Vorsorgeuntersuchung … Da sind wir auch tatsächlich hin und kamen mittags vollkommen übernächtigt zurück.
Morgen früh sollen wir schon wieder da aufkreuzen, aber ich hoffe ja inständig, dass dann schon keine Vorsorgeuntersuchung mehr nötig sein wird … Wer soll auch bei dem ganzen Gerenne in Ruhe Wehen bekommen?