
Heute morgen haben wir in unserer Küche eine Maus gefangen. Katja war gerade dabei, den Spülberg von gestern in die Regale zu sortieren, als sich plötzlich etwas auf der Ablage bewegte. Zuerst dachten wir, es sei vielleicht ein neuer Gecko, aber dann war es eine Maus.
Und die sprang aufgeregt hin und her, als wir versuchten, sie in ein Tuppertöpfchen zu sperren. Irgendwann ist sie dann in ihrer Panik mit einem Riesensatz hinter den Kühlschrank gesprungen und war erstmal verschwunden. Als ich den Kühlschrank etwas von der Wand abrückte, sahen wir, dass sie zwischen dem Kühlgitter und der Kühlschrankrückwand sass.
Dann starrten wir uns eine Weile gegenseitig an. Die Maus überlegte wahrscheinlich, wie sie da entwischen kann und wir überlegten, wie wir die Maus aus ihrem Unterschlupf rauskriegen, ohne dass sie ausbüxt.
Schliesslich haben wir die Tür zum Flur und die Ritzen unter der Waschmaschine und dem Herd verbarrikadiert, und dann nahm Katja beherzt eine Holzlatte und scheuchte die Maus aus ihrem Winkel. Die Arme flitzte so schnell sie konnte in Richtung Wohnzimmer, aber mit Spültüchern und einem Plastiktopf haben wir sie schliesslich erwischt. Da sitzt sie jetzt und putzt sich, und von Zeit zu Zeit guckt sie, ob sie nicht doch ein Schlupfloch entdeckt.
Jetzt fragt sich nur, was wir mit der Maus machen. Die ist so süß, dass wir sie auf keinen Fall umbringen können. Behalten wollen wir sie aber auch nicht. Wahrscheinlich machen wir nachher einen kleinen Spaziergang zum Montjuic …
Kleine Aktualisierung: mittlerweile waren wir in Barceloneta und haben die Maus freigelassen. Columbus – so haben wir sie genannt – machte sich sofort mit großen Sprüngen in Richtung Hafen davon.